Strausberger Str. 9, 15378 Herzfelde

Reglement


Stockcar Fahrzeugbau – Die Regeln 

Klassen

1U  Unverstärkt bis 950 kg

1V  Verstärkt bis 950 kg

2U  Unverstärkt 951 kg bis 1380 kg

2V  Verstärkt 951 kg bis 1380 kg

3U  Unverstärkt 880 kg bis 1880 kg

4V  Verstärkt 880 kg bis 2580 kg

Das Gewicht bezieht sich auf das eingetragene Fahrzeugleergewicht. Nicht zugelassen sind Trabant und Fahrzeuge mit Rahmenaufbau (einzige Ausnahme Wartburg mit verschweißter Karosse).


Alle Kunstoffteile innen und außen müssen entfernt werden, ausgenommen ist das Armaturenbrett (keine Zier- oder Gummileisten innen sowie außen). Alle Scheiben, Scheinwerfer und Blinkleuchten müssen entfernt werden. Somit Fahrzeug leer! Bei Neubauten: Keinerlei Bauschaum verwenden (Brandgefahr), Ausnahme Fahrertür!


Überrollbügel 

Minimal 48 mm Rohr, maximal 100 mm Rohr. Der Überrollbügel muss entlang der oberen Dachkante re./li. bis zum A-Säulenfuß geführt werden. Abstützung: B-Säule bis B-Säulenfuß, Querverbindung: linke A-Säule, rechte A-Säule, obere Dachkante und Frontscheibe. Querverbindung: rechte und linke B-Säule, obere Dachkante. Es muss mindestens einmal nach hinten bis maximal Mitte Radhaus abgestützt werden. Eine diagonale Verbindung zwischen Dachkante linker B-Säule nach rechtem B-Säulenfuß. Ein Seitenaufprallschutz minimal 48 mm Rohr in der Mitte der Fahrertür (Rohr von links nach rechts hinter der Rückenlehne einschweißen). 


Fahrertür 

Die Türen auf der Fahrerseite (auch hinten) sind in allen Klassen an mindestens 3 Punkten zu verschweißen, so dass sie sich auch nach einem Zusammenstoß nicht selbstständig öffnen können. 


Frontscheibengitter sowie Fahrertürgitter 

Das Fahrertürgitter muss klappbar sein. Bei Konstruktionen der Fahrergitter keine scharfkantigen Überstände des Gitters. Das Gitter muss gegen unbeabsichtigtes Öffnen gesichert sein. 


Schiebedach 

Stahlschiebedächer entweder verschweißen oder mit Scharnieren versehen, so dass sie sich nicht unbeabsichtigt öffnen. Glasdächer prinzipiell mit 1 mm Blech verschweißen.


Fahrersitz 

Für den Fahrersitz entweder eine Originalbefestigung oder hochwertige Konstruktion bzw. Eigenkonstruktion. Die Rückenlehne gegen nach hinten klappen sichern (Liegeposition vermeiden). Kopfstütze muss vorhanden sein, sowie ein Vier- oder Sechspunktgurt. Befestigung entweder an den Originalbefestigungspunkten oder an hochqualitativen Eigenbauten. 


Tank 

Befindet sich der Serientank hinter der Hinterachse, so muss er aus dem Fahrzeug entfernt werden und durch einen separaten Tank ersetzt werden (Trabanttank, Bootstank o.ä.). Dieser muss dann gegen Rausreißen und/oder Verrutschen qualitativ gesichert werden. Füllmengen: 1U und 1V10 Liter - alle anderen 15 Liter.


Batterie 

Die Batterie ist soweit sie nicht am Herstellerort beibehalten wird, gegen Rausreißen und/oder Verrutschen qualitativ zu sichern. 


Staublicht 
Am Fahrzeugheck ist eine rote Leuchte als Staublicht anzubringen. Diese muss gut sichtbar sein und bei laufendem Motor leuchten - Dauerplus. ( Das Staublicht ist für das Mai-Rennen als Empfehlung zu betrachten, ab September 2018 Pflicht! )


Kühlung 

Sollte die Kühlung bautechnisch in den Fahrerraum verlegt werden, sind die Verbindungen so zu gestalten, dass es bei einer eventuellen Lösung dieser nicht zu Verbrühungen des Fahrers kommt! Wenn der Kühler sich auf der Beifahrerseite befindet, dann den Kühlerventilator nicht in Richtung des Fahrers richten. Sollte es nicht anders möglich sein, dann den Fahrer mit entsprechender Plane oder Blechverkleidung schützen. 


Fahrerbekleidung 

Arbeitskombis/Rennkombis oder Jeans und lange Pullover (keine Wolle oder synthetisches Material der Bekleidung, Brandgefahr). Helmpflicht Voll- oder Teilhelme. Halskrause, Handschuhe bei Bedarf.


  • Jedes Fahrzeug ist mit mindestens einem Schalldämpfer auszurüsten. 
  • Felgen ohne Wuchtgewichte, Türen und Heckklappen zuschweißen. Verschweißungen gelten nicht als Verstärkung. 
  • Motorhauben dürfen nicht verschweißt werden. Diese sind so zu konstruieren, dass sie im Falle eines Brandes von den Streckenposten leicht und schnell zu öffnen sind. 
  • Schweißnähte müssen qualitativ hochwertig und durchgehend sein (keine Verschraubungen/Nietungen der Bleche oder Rohre). 


Klasse 1U und 2U

Bei erstmals eingesetzten Fahrzeugen sind keine Veränderungen im Boden des Kofferraumbereichs gestattet. Das heißt offene Reserveradmulde (Mitte Radhaus bis Heckblech). 

Blechverkleidungen am gesamten Fahrzeug entweder Karosserieblech oder max. 1 mm Blech verwenden. 

Die einzige Verstärkung in diesen Klassen ist der Aggregatschutz. Dieser befindet sich im Frontbereich zwischen dem rechten und dem linken Längsträger und endet an der Außenseite der Längsträger und ist mit max. 48 mm Rohr auszuführen (keine Vierkantprofile).Blechträger der Stoßstangen können nach Verschweißung am Fahrzeug verbleiben. Keine Anhängerzugvorrichtung am Fahrzeug. Unterfahrschutz gilt nicht als Verstärkung, wenn er geschraubt ist und das Blech max. 3 mm dick ist. Keine Fahrzeugabschrägungen im Frontbereich und keine Holzplatten im Fahrzeugbau. Alle nachträglich verkleideten Front-, Heck- und Seitenteile sind so zu gestalten, dass sie einsehbar bleiben. Keine versteckten und noch so kurzen Rohre in den vorderen und hinteren Längsträgern. 


Klassen 1V und 2V 

Alle Verstärkungen um Front-, Heck- und Seitenbereich dürfen mit max. 48 mm Rohr gestaltet werden. Der Abstand der einzelnen Rohre muss mindestens 10 cm betragen. Keine Rohrbündel oder mehrfach ineinander gesteckten Rohre verwenden. Verkleidung der Fahrzeuge mit max. 2 mm  Blech im Front-, Heck- und Seitenbereich, auch hier kein Verschweißen der Motorhaube. Rohre, die zur Verstärkung der Front dienen und im Motorraum verbaut werden, dürfen nicht stumpf an der Spritzwand enden. Keine außenliegenden Rohkonstruktionen erlaubt. Anhängerzugvorrichtungen, Grundträger ohne Kugel, oder herausragende  Kugelbefestigungen dürfen im Fahrzeug verbleiben. Wenn die Kofferraumklappe verschweißt ist, für Einblick sorgen. Keine Fahrzeugabschrägungen im Frontbereich. 

Verboten: Über 2 mm Blechplatten oder Riffelblech als Kofferraumverstärkung. 

Alle nicht aufgeführten Verstärkungsarten bedürfen einer Sonderzulassung, welche bis eine Woche vor Renntermin beantragt werden muss. 


Klasse 3  

Bei erstmals eingesetzten Fahrzeugen keine Veränderungen im Boden des Kofferraumbereichs. Das heißt offene Reserveradmulde (Mitte Radhaus bis Heckblech). 

Blechverkleidungen am gesamten Fahrzeug mit Karosserieblech. Ausgenommen sind Front- und Heckbereich, vordere und hintere Kotflügel. Das heißt Front bis A-Säule und Heck bis C-Säule 3 mm Blech. 

Die einzige Verstärkung in diesen Klassen ist der Aggregatschutz. Dieser befindet sich im Frontbereich zwischen dem rechten und dem linken Längsträger und endet an der Außenseite der Längsträger und ist mit max. 48 mm Rohr auszuführen (keine Vierkantprofile). Blechträger der Stoßstangen können nach Verschweißung am Fahrzeug verbleiben. Keine Anhängerzugvorrichtung am Fahrzeug. Unterfahrschutz gilt nicht als Verstärkung, wenn er geschraubt ist und das Blech max. 3 mm dick ist. Keine Fahrzeugabschrägungen im Frontbereich. Alle nachträglich verkleideten Front-, Heck- und Seitenteile sind so zu gestalten, dass sie einsehbar bleiben. Keine versteckten und noch so kurzen Rohre in den vorderen und hinteren Längsträgern. 


Klasse 4

Aufgrund mangelnder Teilnahme tritt diese Klasse nicht mehr an. Alle Fahrzeuge die für diese Klasse gebaut wurden, sind abzurüsten oder so umzubauen, dass diese Fahrzeuge in einer der anderen Klassen teilnehmen können. 



Flaggen 

Rote Flagge: Stop und auf Weisungen der Streckenposten achten

Gelbe Flagge: Schritttempo, nicht überholen, kein Fahrzeugkontakt

Schwarz-weiße Flagge: Start, Ziel, Rennabbruch

Weiße Flagge mit rotem Kreuz: Sani-Flagge, wie rote Flagge mit Rettungsgasse.


Vorläufe 

Die Vorläufe dauern ca. 7 min. Es wird versucht, so viele Mitfahrer wie möglich aus dem Rennen zu stoßen. Dabei ist alles, außer ein Anstoß der Fahrertür und/oder das Auffahren auf ein stehendes Stockcar, erlaubt.


Wertung 

Die Wertung erfolgt nach Punkten. Erster Punkt nach der ersten Rennrunde und der zweite Punkt wenn man aus eigener Kraft am Ende des Laufes das Ziel überfährt.


Finallauf 

Im Finale fahren die 5 Stockcars die in den Vorläufen die meisten Punkte geholt haben. 

Sieger des Rennens ist der Fahrer, der als erstes 10 Runden absolviert hat. Danach folgen Platz zwei und drei mit 10 Runden.